DIN EN ISO 22000
Logo1
neu-3

Nächste Seite

DIN EN ISO 22000

Seit dem Jahr 2001 wird auf Initiative Dänemarks von insgesamt 23 Ländern ein neuer, nunmehr weltweit gültiger Standard zur Lebensmittelsicherheit, die Normengruppe DIN EN ISO 22000 („Food safety management systems“) erarbeitet, deren erste deutsche Fassung, die EN ISO 22000:2005 veröffentlicht wurde.

Diese Norm trägt auch der Erkenntnis Rechnung, dass die DIN EN ISO 9001 (Qualität) ohne eine explizite Berücksichtigung entsprechender HACCP Elemente für den Lebensmittelbereich unzureichend ist.

Die neue ISO-Norm kennzeichnet demnach ein Managementsystem, welches Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette definiert.

Hierbei soll die jeweilige Organisation innerhalb der Lebensmittelkette nachweisen, dass sie in der Lage ist, gesundheitliche Risiken, die durch die Produktion oder den jeweiligen Verarbeitungsschritt entstehen, effektiv zu beherrschen und das die von ihr in Verkehr gebrachten Lebensmittel zum Zeitpunkt des menschlichen Verzehrs sicher sind.

Die Norm richtet sich dabei grundsätzlich an alle Bereiche der Lebensmittelkette, die ebenso die Produktion von Tierfuttermitteln sowie der sonstigen Materialien (z.B. Verpackungen, Reinigung, Lagerung und Vertrieb von Lebensmitteln) umfasst, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen können.

Sie gilt also umfassend zum Beispiel für Lebensmittelhersteller, Winzer, Abfüllbetriebe, Landwirte, Hersteller von Zusatzstoffen, Einzelhändler, Gastronomen, Kantinen sowie Hersteller und Lieferanten von Reinigungs-, Transportmitteln, der Lagerung und des Vertriebes für den Lebensmittelbereich.

Zielsetzung der ISO 22000

Harmonisieren

  • Die nationalen oder privaten Normen, die sich seit 1997 vermehren, zusammenfassen.
  • Das Anforderungsniveau zwischen den Normen harmonisieren.
  • Den Bereich für die gesamte Lebensmittelkette ausweiten.
  • Eine gemeinsame Kultur erschaffen.

Vereinfachen

  • Die Aufgabe der Unternehmen vereinfachen (nur eine einzige Norm).

Welchen Mehrwert bringt die ISO 22000?

Bei der Sitzung vom 21.-22. Juni 2004 hat das TK 34 WG 8 ISO die folgende Argumentensammlung für die verschiedenen
Interessenten erarbeitet:

die ISO 22000:

  • fordert, ein komplettes Managementsystem für die Lebensmittelsicherheit zu erschaffen;
  • bringt einen internationalen Massstab;
  • ermöglicht eine Verminderung und eine Harmonisierung der Normen;
  • fordert eine gegliederte und gezielte Kommunikation;
  • legt alle Beherrschungsmassnahmen zur Gefahrenanalyse vor;
  • erfüllt die Erwartungen der Lebensmittelindustrien;
  • beseitigt eine Lücke zwischen ISO 9001 und HACCP;
  • ist für alle Unternehmenstypen geeignet, da sie Ergebnisse und nicht Mittel voraussetzt;
  • ist auf einem System- und nicht Produktvorgehen basiert;
  • schlägt klare und einfach zu auditierende Voraussetzungen vor;
  • liefert eine Referenzbasis an die ganze Lebensmittelkette;
  • konzentriert sich auf die Beherrschung des Wichtigsten;
  • liefert eine aus klaren Voraussetzungen bestehende Audit- (und nicht Inspektions-)Norm;
  • ermöglicht eine Zertifizierung durch Dritte;
  • ermöglicht eine Akkreditierung, die auf transparenten und offiziellen Grundlagen (ISO 22003) basiert;
  • gewährleistet ein besseres Verständnis und eine aussagekräftige Entwicklung der Grundlagen des Codex Alimentarius.
     





                             Nächste Seite